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Zettel reicht nicht aus

Man sieht oft Autos mit einem Zettel hinter der Windschutzscheibe auf dem etwa steht: „Störe ich? Rufen Sie mich an und ich bin sofort da!“, dazu eine Telefonnummer.

Leider schützt so ein Zettel vor dem Abschleppen nicht.

Wenn Falschparker mit einem Hinweiszettel hinter der Windschutzscheibe verhindern wollen, dass ihr Wagen abgeschleppt wird, gehen sie in jedem Fall ein Risiko ein. Unter einer Notiz mit Handynummer, Aktuellem Datum und dem Hinweis, in der Nähe­ zu sein und das Auto innerhalb kurzer Zeit wegfahren zu können, müsse die Polizei zwar zum Beispiel einen Falschparker auf einem Schwerbehindertenparkplatz anrufen, bevor sie abschleppen lässt. Aber die Grenzen der Zumutbarkeit seien schnell erreicht, etwa bei mehrmaligen Anrufversuchen der schwammigen Angabe, „sofort“ zum Fahrzeug zu kommen, wenn jemand anruft.

In Einzelfällen könnten Gerichte das sofortige Abschleppen eines regelwidrig abgestellten Autos mit aussagekräftiger Notiz hinter der Scheibe als unverhältnismäßig auslegen.
Dann müsste der Fahrer die Abschleppkosten nicht tragen. Unter dem Strich bietet der Hinweiszettel hingegen wenig Schutz. Und dieser Strafzettel wegen Falschparkens müsse in jedem Fall bezahlt werden.

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